Neil Gaiman: Tell your story

Auf Vorsicht Buch gibt es einen interessanten Beitrag zu Neil Gaiman; konkret geht es um ermutigende und mutmachende Worte (in zwei Videos) an alle, die gern schreiben wollen oder sich für seine Auffassungen zum Schreiben interessieren.

Dabei muss man »Tell your story« richtig lesen, mit Betonung auf your, denn es geht weniger darum, überhaupt zu erzählen, als vielmehr die eigene Geschichte, die eigene Stimme hervorzubringen. Es gibt, wie er sagt, nämlich immer jemanden, der besser schreibt, aber nur einen Menschen, der so schreibt wie man selbst.

Besonders schön finde ich auch:

If you like fantasy and you want to be the next Tolkien, don’t read big Tolkienesque fantasies — Tolkien didn’t read big Tolkienesque fantasies, he read books on Finnish philology. Go and read outside of your comfort zone, go and learn stuff.

Ob er über das Problem des Scheiterns oder die Fallstricke des Erfolgs spricht, ob er verrät, dass Coraline nur deshalb so heißt, weil er einmal in einem Schreiben an jemandem einen Buchstabendreher im Wort hatte, oder ob er sonstige Tipps gibt wie darüber, warum es nicht gut ist, für Geld zu schreiben – sinngemäß: wenn das Geld nicht kommt, bleibt gar nichts übrig, wenn man aus Liebe zum Thema schreibt, hat man immer noch die Arbeit: es ist einfach ungeheuer spannend, ihm zuzuhören. Und es inspiriert.