Musik in American Sign Language

Gefunden auf Simone Hellers Blog: eine wunderschöne Variante des Ohrwurms »Somebody I used to know« in der Gebärdensprache. Die Idee hatte Azora Telford, Tochter von zwei Gehörlosen und Künstlerin. Schon als kleines Kind, so erzählt sie in diesem Interview, sei sie von ihnen gefragt worden, wie Musik aussehen würde.

Das Ergebnis ihrer Bemühungen, die Emotionen der Musik für Gehörlose sichtbar zu machen, kann sich mehr als sehen lassen. Und ich frage mich mal wieder, warum wir in der Schule zwar alle möglichen Sprachen lernen, aber nicht wenigstens Grundzüge der Gebärdensprache.

Der Klang der Welten

Der Buddhismus sagt, die Gier des Menschen – immer mehr haben zu wollen – sei eine der Ursachen für sein Leiden, und wenn ich auch glaube, dass die Gründe für diese Gier sehr unterschiedlicher Art sein können (viele Menschen wirken zwar gierig, aber nicht, weil sie immer mehr wollen, sondern weil ein grundlegendes frühes Bedürfnis noch nach Erfüllung strebt), wird der Mensch zweifellos von Bedürfnissen bestimmt, die leicht außer Kontrolle geraten können.

Vorgestern war ein Tag, an dem mich zwei völlig gegensätzliche Erlebnisse durch ihre zeitliche Nähe mit dem Gedanken der Gier in Kontakt brachten.

Mittags war ich mit einem guten Freund auf dem Weihnachtsmarkt und erfuhr nebenbei, dass der Durchschnittsbürger anscheinend mittlerweile nicht mehr nur mit einem Kühlschrank auszukommen vermag, sondern derer gleich zwei braucht. Aber nicht etwa wegen gestiegener zu versorgender Personenanzahl, sondern zum Schutz der Speisen. Die, so ließ ich mich als antiquierte Einkühlschrank-Besitzerin aufklären, besser fein säuberlich getrennt nach süß und salzig-sauer-herb aufbewahrt werden. Eigentlich hatte ich dieses Thema immer für die Domäne von Tupperware & Co. gehalten, aber anscheinend schreitet die Zeit auch in anderen Bereichen als der digitalen Revolution weiter voran – und offensichtlich an mir vorbei. Weiterlesen