Zum Geburtstag von Janny Wurts

Dass man selbst älter wird, merkt man unter anderem daran, dass die Helden der eigenen Kindheit und Jugend älter werden. Oder die Autoren, die man einmal in jüngeren Jahren übersetzt hat.

Gestern feierte wieder eine Autorin einen runden – sechzigsten – Geburtstag. Diesmal ist es Janny Wurts, die zusammen mit Raymond Feist die Kelewan-Saga geschrieben hat. Die Kelewan-Saga war eine meiner ersten Übersetzungen, nach einem Band der Shannara-Saga auf jeden Fall der erste eigene Fantasy-Zyklus.

31ATQQWXWQL._Nicht nur deshalb habe ich die Arbeit daran und die Geschichte selbst noch so gut in Erinnerung. Die Kelewan-Saga ist einfach gut, sie hat eine starke Frau als point of view character, die wirklich denken kann, sie hat interessante andere Wesen (die Cho-ja), sie hat wunderbare Dialoge und zugleich eine schöne Liebesgeschichte. Durch die Augen von Mara von den Acoma entfaltet sich eine herrlich fremdartige Welt, in der andere Gesetze herrschen, verstandesorientiertere, reguliertere, aber dieses Spiel des Rates, die politischen Grundbedingungen und die Lebensweise der Menschen von Kelewan haben ihren eigenen Reiz.

Und natürlich nicht zuletzt der Zusammenprall der Kultur von Kelewan mit der von Midkemia, einer anderen Welt, die sich jenseits  des Spalts befindet. Diese andere Welt Midkemia hat Raymond Feist in der Midkemia-Saga in mehreren Bänden ausgestaltet, ehe er sich mit Janny Wurts gemeinsam an eine Geschichte über die – von Midkemias Seite her gesehen – anderen Seite machte. Weiterlesen

Zum Geburtstag von Jennifer Roberson

Und wieder einmal gibt es einen Anlass, auf eine Autorin hinzuweisen, von der ich einige Bücher übersetzen durfte. Diesmal handelt es sich um Jennifer Roberson, die vor zwei Tagen 60 Jahre alt geworden ist.

Die Bücher von Jennifer Roberson, die ich übersetzt habe, sind relativ klein – der zweite Band der Robin-Hood-Interpretation, die schottische Geschichte über das Massaker von Glencoe, und schließlich zwei der Karavans-Bücher -, aber sie überzeugen durch eine dichte Sprache, tiefgründigen Humor und wunderbar pointiert geschilderte zwischenmenschliche Beziehungen.

Karawane Roberson

Robersons Bücher mögen nicht jedermanns Sache sein; mich haben sie mit der Mischung aus Leichtigkeit (wunderbare Dialoge), einer Erzählstimme mit Sinn fürs Absurde und der Fähigkeit, der dunklen Seite der Menschen ihren Platz einzuräumen, überzeugt. Wer allerdings vordergründige Action sucht, wird hier sicher nicht fündig werden.

Eigentlich sollte hier – wie bei ihrer Kollegin Kate Elliott – eine Verlinkung zu Bibliotheka Phantastika erfolgen. Der zum Jubiläum von Roberson vorgesehene Artikel von Gerd Rottenecker ist allerdings leider nicht rechtzeitig fertiggeworden, um dort erscheinen zu können. Da man aber nur einmal 60 wird, und mir die Autorin am Herzen liegt, können Sie ihn stattdessen direkt hier lesen.

 

Bibliotheka Phantastika gratuliert Jennifer Roberson zu ihrem 60. Geburtstag. Die am 26. Oktober 1953 in Kansas City, Missouri, geborene, aber seit 1957 in Arizona aufgewachsene und seither dort lebende Jennifer Mitchell Roberson O’Green debütierte 1984 mit dem Roman Shapechangers, dem Auftakt der Chronicles of the Cheysuli, ihrem bis heute umfangreichsten Werk. Mehr oder weniger parallel erschien mit „Blood of Sorcery“ auch ihre erste, ebenfalls im Cheysuli-Universum spielende und später zum sechsten Roman des Zyklus erweiterte Kurzgeschichte im ersten Band der von Marion Zimmer Bradley herausgegebenen Anthologiereihe Sword & Sorceress (zu der sie auch später immer wieder Geschichten beigesteuert hat). Weiterlesen

Zum Geburtstag von Kate Elliott

Kate Elliott, Autorin von Crown of Stars und anderen Fantasy-Romanen, ist gestern 55 Jahre alt geworden. Kein richtig runder Geburtstag, aber dennoch einer, den ich zum Anlass nehmen möchte, um an diesen wunderbaren Fantasy-Zyklus, den ich dankenswerterweise übersetzen durfte, zu erinnern.

Wikipedia
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Für Nicht-Übersetzer ist es möglicherweise nicht leicht vorstellbar, was es bedeutet, ein Werk übersetzen zu dürfen, das einem wirklich so richtig gefällt. Es bedeutet nicht nur, dass man beschwingt zur Arbeit (an den Schreibtisch) geht, sondern auch, dass man sich von dem, was man tut, ganz anders berühren lässt. Man fühlt sich bereichert, erfüllt und angeregt. Crown of Stars – deutsch: Sternenkrone – hat mich von ca. 1997 bis 2005 begleitet, und das nicht nur während der Arbeitsstunden, sondern auch darüber hinaus. Es hat mein Leben geprägt und verändert, und zwar auf eine Weise, für die ich heute, aus der Rückschau, sehr dankbar bin.

Auf Bibliotheka Phantastika findet sich ein sehr schöner Blogeintrag anlässlich ihres Geburtstags, der so wunderbar etwas zu Inhalt und Wesen von Crown of Stars sagt, dass ich mir jeden eigenen Versuch erspare und stattdessen einfach dorthin verlinke.